SiNafay

Sinafay (at) Xemaris.de

 

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HINTERGRUND

Mit sanfter Gewalt presste sie die Oberseite des kleinen Ringes in die schmale Ausbuchtung der rauen Steinwand. Augenblicklich begann die Oberfläche selbiger zu verschwimmen. Es wirkte einen Augenblick so als bestände sie aus Wasser. Leichte wellen durchzogen sie von oben nach unten  bis sie vollkommen verschwunden war. Schon Hunderte male war die Drow nun zeuge dieses Schauspiels geworden, aber immer noch faszinierte sie der Zauber der sich hinter dieser Wand verbarg. Beiläufig stecke sie sich den Ring wieder an den Finger und zog einen ihrer Adamanthandschuhe darüber.

Kurz rief sie sich den Weg durch die komplizierten Tunnel wieder ins Gedächtnis und stand nach wenigen Minuten in der riesigen Haupthöhle die Menzoberranzan beherbergte. Alle Farben des Spektrums wirbelten vor ihr im Gestein. Hervorgebracht durch heiße Quellen und unzählige Feenfeuer der verschiedenen Häuser, die diese in Huldigung an Lloth entzündet hatten.

Die Säule Narbondels, die in der Mitte Menzoberranzan’s thronte, war bereits in Dunkelheit gehüllt. Sie musste sich beeilen um keine Aufmerksamkeit zu erregen Hastig lenkte sie ihre Schritte weiter. Der dunkle Umhang tanzte wild um ihre Schultern und offenbarten eine prächtige Stickerei, die genau in der Mitte des Umhanges angebracht war. Die Insignien des Hauses Noquar.



Zufrieden lehnte sich der Mann wieder zurück in seinen Sessel. Sein Blick ruhte auf der Stelle wo noch vor wenigen Minuten die Drow gestanden hatte.

„ Sie wird versagen...!“ Eine zischelnde Stimme durchbracht die eben noch herrschende Stille. Langsam hob er den Kopf und fixierte die in einer Nische stehenÂ,verau.

„ Venorsh !“ brüllte der Mann ihr zornig entgegen und beendet damit jeden weiteren Erklärungsversuch ihrerseits.

„ Wenn die Zeit reif ist wirst vielleicht auch du verstehen das Bregan D’Aerthe in dieser Sache nicht verlieren kann, sondern nur gewinnen.“

Der Mann macht eine kurze Pause in der er sie mit seinen roten Augen bedrohlich anfunkelte.

„ Sorg nur dafür das sie der Expedition angehören wird“

Die Frau schnaubt verächtlich und wendet sich zum gehen als sie erneut die kalte Stimme des Mannes vernahm.

„....und besser achtet ihr darauf........nicht zu versagen.“

Ein boshaftes lächeln umspielte seine Lippen als er ihr hinter her sah. Lange hatte er warten müssen für seine Rache. Nun war sie greifbarer als je zuvor. In wenigen Wochen würde er endlich eine wichtige Verbindung ins Haus Noquar besitzen und zugleich würde er sich noch einem alten Feind entledigen.

Alles was er dazu brauchte war Geduld.

SiNafay blickte zu Nha’ron der vor ihr lief und plötzlich inne hielt. Schnell hob er die Hand und veranlasste damit die Gruppe stehen zu bleiben. Für Drow war es ein leichtes alles zu erkennen das nur im geringsten Wärme ausstrahle selbst feine Nuancen waren in der Dunkelheit genau zu erkennen. In der komplizierten Zeichensprache der Drow teilte Nha’ron ihr mit das vor ihnen sich etwas bewegte. Drowkrieger wurden dazu ausgebildet sich in jeder Form der Unterlandschaft zurechtzufinden und sich mit jeder Art Feind zu messen.
Langsam trat SiNafay näher an den führenden Drow heran. Sie blinzelte in den gewundenen Gang vor ihr der scheinbar am Ende in eine große Höhle führte.
Vorsichtig bewegte sie sich, dabei immer auf ihre Körperhaltung achtend, weiter den Gang entlang bis sie besser die Höhle überschauen konnte. Die Decke war nicht zu erkennen so mächtig ragte sie in die Höhe mehrere Stalagmiten, manche doppelt so breit wie eine Drow verwehrten den tieferen Einblick. Einen Augenblick stand sie ganz still und erkannte kurz zwischen zwei Stalagmiten eine lila fast bläuliche Erscheinung. Angestrengt starrte sie weiter auf die natürlichen Steinsäulen und wartete Geduldig ab bis es wieder erschien, und da war es wieder.
Diesmal waren die Farben heller und das Ding kroch scheinbar am Boden quer durch die Höhle. Sofort war ihr klar um was es sich handeln musste. Ein Höhlenfischer, ein krabbenähnliches Tier das sich immer weiter durch die Höhle bewegte.
Ruhig drehte sie den Kopf zurück und signalisierte der Gruppe was zu tun war. Normalerweise waren diese Art der Monster keine Gefahr für eine erfahrene Gruppe. Hunderte male waren diese Situationen durchexerziert worden und jeder einzelne Krieger wusste genau was zu tun war.
Es ging alles sehr schnell die Drow strömten geschwind in einem breiten Fächer in den Raum und bauten sich vor dem überraschten Höhlenfischer auf. Ehe er seine großen Scheren einsetzten konnte klickten auch schon die kleinen Handarmbrüste und seine dünnen Beine knickten ein.
Pfeile wurden von den Drow mit den verschiedensten Giften präpariert, die wichtigsten waren verschiedene Lähm und Schlafgifte und natürliche normale Gifte die meistens sofort zum Tode des Opfers führten.
Für die Gruppe Drows war es nun ein leichtes den völlig hilflosen Höhlenfischer zu töten, schnell waren die Weichen teile zwischen der Knochenpanzerung gefunden. Wie ein Messer durch warme Butter glitten die Schwerter in das weiche Fleisch und töteten das Monster binnen weniger Sekunden.
Außer dem leisen klicken der Armbrüste waren keine anderes Geräusch zu hören gewesen. Selbst das ableben des Gegners war relativ lautlos. Laute Geräusche können in den ewig stillen Gängen und Höhlen über sehr große Entfernungen gehört werden und lockten meist eine viel zahl ungebetener Gäste an
Mit einigen weiteren Handsignalen veranlasste SiNafay die Gruppe sich wieder zu ordnen.

Zufrieden nickte Nha’ron ihr zu. Gespielt lächelte sie kurz zurück und schritt dann entschlossen an ihm vorbei zur Spitze der Gruppe. Augenblicklich verfinsterte sich wieder ihre Miene.

Ihr war bewusst das jeder einfache Schüler der Melee Magthere dieses Manöver hätte durchführen können. Dieser falsche Sohn eines stinkenden Goblins. Wütend ballte sie die Fäuste, verlangsamte ihren Gang jedoch nicht um keine unnötige Aufmerksamkeit zu erregen. Etwas drückte unangenehm unter ihrem linken Lederhandschuh. „Der Ring“, langsam senkte sie den Kopf und schaute auf ihre Hand, ein boshaftes lächeln umspielte ihre Lippen. Bald Nha’ron....bald. Dein dreckiger Körper wird den darthiir als Spielzeug dienen. Sachte strich sie über die Oberseite des Rings der sich durch den Handschuh abbildete.

Mit erheblich besserer Laune setzte SiNafay den Gang durch ewige Dunkelheit und die unzähligen nie enden wollenden Gänge fort.

Von Neugier getrieben stolperte die Drow die letzen Meter der Weges entlang bis die Decke hinter der nächsten Biegung verschwand.

SiNafay hielt den Atem an und starrte zu den funkelnden Sternen die für kurze Zeit zwischen den zerfetzen Wolken des Nachthimmels zu sehen waren. Das war sie also die Oberwelt. In kurzer Zeit vernahm die Drow soviel neue Eindrücke von dieser Welt, die verschiedenen Geräusche und Gerüche, der Wind der sanft ihr Gesicht streifte.

In wenigen Stunden würde sich zeigen ob die Quälereien der Vergangenen Monate ihren nutzen hatten, das tägliche sitzen in einem Raum voller Fackeln von Priesterinnen entzündet um sich auf das Licht an der Oberwelt vorzubereiten. Die Schriften sprachen von einem roten gewaltigen Feuerball der jeden neuen Tag hier ankündigte und seine Reise quer über den Himmel nahm.

Ruhig ließ sie ihren Blick über die weiten des Horizontes gleiten. Sie war hin und her gerissen von Faszination und Abscheu von allem was sich ihr offenbarte.

Grillen zirpten,..aus der ferne hörte man den Ruf eines Vogels und das leise monotone glucksen eines nahen Baches drang an die empfindlichen Ohren von SiNafay. Seltsame Pflanzen in den unterschiedlichsten Größen und Formen bedeckten den Boden, manche ragten meterweit in den nächtlichen Himmel andere wiegten sich nur wenige Zentimeter über dem Boden.

Nha’ron war mittlerweile hinter sie getreten und ließ sie aus ihren Gedanken aufschrecken. Kurz deutete er ihr die Richtung an in der sie abrücken würden. Mit wenigen Handzeichen war der Trupp wieder versammelt und marschierte hinter Nha’ron her.

Hoch oben über den Köpfen des kleinen Drow Trupps funkelte das fahle silberne Mondlicht vereinzelt durch die Wolkendecke. Ein leises grollen ließ das Unbehagen in jedem der Drow merklich ansteigen. In immer kürzeren Abständen vernahm man das grollen das nun deutlicher näher und lauter vom Himmel klang.

Stirnrunzelnd warf SiNafay den Kopf zurück und suchte den Himmel nach dem Urheber des Geräusches ab. Verwundert schüttelte sie sich als sie merkte das sie von immer mehr kleinen Tropen aus Wasser getroffen wurde. Sie spürte das der Wind plötzlich gedreht hatte, die Wipfel der Bäume, die vorher noch ruhig und still in den nächtlichen Himmel ragten, wurden nun hin und her geworfen. Mittlerweile hatte der Regen zugenommen, unaufhörlich prasselte er vom Himmel. Hatte am Anfang das Dach der Bäume noch einigermaßen Schutz geboten, gaben sie letztendlich unter der immer größer werdenden nassen Last nach. Langsam ließ das sichere Gefühl nach das sie vorher bei der Ankunft verspürte. Allerdings galt es den knappen Zeitplan einzuhalten und an umkehr war nicht zu denken. Es schien als hätte sich plötzlich alles gegen die Neuankömmlinge auf der Oberfläche verschworen.

Angespornt durch den ewig währenden Hass auf die Oberflächenelfen stürmten die Drowkrieger aus dem Wald auf die erleuchtete Lichtung hinaus. Jahrelang wurde ihnen die Falschheit und die Bösartigkeit der Oberflächenelfen gepredigt, die Drow schienen all jene angesammelte Wut in ihren Angriff zu stecken. Erbarmungslos wurde der kurze Widerstand niedergeschlagen. Alle Formationen und sorgfältig ausgedachten Kampfespläne waren  augenblicklich vergessen, es gab nichts was einen Drow mehr erfreute als einen zerteilten darthiir. Es wurde kein Unterschied zwischen Frauen und Kinder gemacht. Alles was in die nähe der Klingen der erfahrenen Krieger kam wurde niedergemacht. Wie im Rausch schlug man auf die Leichen ein und ergötze sich an dem Blut und dem Leid das über die Siedlung gebracht wurde. Der Regen und das Blut vermischten sich langsam und färbten den Moosbedeckten Boden in ein tiefes rot.

SiNafay achtete währen dem Massaker peinlichst darauf  Nha’ron in dem Getümmel nicht aus den Augen zu verlieren. Schließlich hatte sie mit ihm noch etwas besonderes vor.

Und als wäre Lloth persönlich ihre Verbündete, sah sie aus den Augenwinkeln wie Nha’ron plötzlich einer fliehenden Elfenfrau in den angrenzenden Wald folgte.

Feurig blitzten ihre Augen auf und ein Eiskaltes lächeln erschien in ihren feinen Gesichtszügen.

„Bwael...“ murmelte sie und machte sich auf den beiden in den Wald zu folgen.

 

Nach wenigen Augenblicken hatte SiNafay den Kampfeslärm hinter sich gelassen. Von Nha’ron war keine Spur zu sehen. Er musste dieser darthiir weiter gefolgt sein als sie vermutet hatte. Misstrauisch bahnt die Drow sich einen Weg durch die verschieden hohe Büsche und Sträucher. Einen moment hält sie inne und lauscht. Bedenklich ruhig kommt es ihr vor. Nur das monotone prasseln des Regens auf das Blätterdach ist zu hören. Blitze zucken und erhellen für kurze Zeit teile des Waldes.

Ein Geräusch, eine art knacken und rascheln zwischen den Sträuchern lässt sie herumwirbeln. Eine Gestalt, seine Augen leuchten hell im verräterischen Rot der Infravision, nähert sich schnell ihrer Position. Nha’ron.

 

Im letzter Sekunde gelingt es SiNafay ihr Kryss hochzureißen und Nha’ron’s Attacke wenigstens einige Zentimeter von ihrem Körper abzulenken. Doch vergebens. Seine Klinge bohrt sich erbarmungslos in ihre Seite. Wellen des Schmerzes strömen durch den Körper der Drow, lassen sie taumeln und zurückfallen. SiNafay registrierte das sie fällt, dass der teuflische Nha’ron einen weiteren Vorteil erringen würde.

„ Was ist mit euch SiNafay ?“ Hörte sie ihn fauchen. In seiner Stimme klang Hohn und Spott.

Langsam schaut sie auf, mit einer Hand auf die Wunde gepresst die andere verzweifelt versuchend das Kryss zu greifen. Doch die Klinge liegt außerhalb ihrer Reichweite.

Selbstsicher tritt Nha’ron näher, nur noch wenige Schritte trennen die beiden nun. SiNafay rappelt sich auf die Ellbogen gestützt etwas auf. Ihr ist bewusst das sie nicht mehr in der Lage war einen längeren Kampf zu führen.

Ein lautes Donnern ließ beide aufschrecken. Weitere Blitze zuckten durch den Wolken verhangenen nächtlichen Himmel. Für wenige Sekunden war der Wald taghell erleuchtet.

Geistesgegenwärtig zwang sich SiNafay etwas hochzukommen. Zur gleichen Zeit fischte sie einen Dolch aus ihrem Stiefel und trieb ihn in mit verbleibender Kraft in die Richtung in der sie den Drow vermutete. Brutal rammte sie ihm den Dolch in den Oberschenkel und ließ ihn dort stecken. Keuchend wendet sie sich ab und rappelt sich schließlich ganz auf. Schnell lässt sie den blick schweifen um sich zu orientieren, dann rennt sie in entgegengesetzter Richtung aus der sie gekommen war weiter in den Wald hinein. Nha’rons schreie werden leiser.

Zweige schlagen ihr ins Gesicht, einige male stolpert die sonst so sichere Drow über morsche Äste oder Unebenheiten im Boden. Bis sie schließlich an einem Baum erschöpft zusammenbricht. Mit zusammengebissenen Zähnen kramt sie einige Bandagen aus einer Tasche und verbindet notdürftig ihre Wunde, dann verblassen ihre Erinnerungen an diesen Tag.

 

Einige Jahre später traf SiNafay durch Zufall auf den Drow Lil Ultrin Olath dem sie bis zu der Zitadelle der Gefallenen folgte. Seitdem dient sie dort dem Haus Despana.

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Besondere Merkmale:

 

- Es gibt nur einen Gegenstand den SiNafay an die Oberfläche mitgebracht hat, der bis heute hin immer noch existent ist. Ein kleiner eher unscheinbarer Ring an dessen viereckigen Oberfläche einige ineinander verschlungene Runen eingekerbt worden sind. Sie scheinen abgenutzt und verkratz zu sein als hätte der Ring mehr nutzen als bloße Zierde.

 - SiNafays’ Stirn ziert die Tätowierung eines Spinnennetzes. Es beginnt an ihrem Haaransatz und reicht bis etwa 5 cm über ihre Augenbrauen.

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GESINNUNG

SiNafay ist neutral böse.

 

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