Erläuterung der Gesinnung
der folgende Text ist wörtlich dem Baldur's Gate Handbuch entnommen

Die Gesinnung spiegelt die Grundeinstellung eines Charakters gegenüber der Gesellschaft und den Kräften des Universums wieder. Es gibt neun verschiedene Gesinnungen, die nachfolgend beschrieben werden.

Rechtschaffen gut
Neutral gut
Chaotisch gut
Rechtschaffen neutral
(Absolut)Neutral
Chaotisch Neutral
Rechtschaffen böse
Neutral böse
Chaotisch böse

 

 

Rechtschaffen gut:
Charaktere mit dieser Gesinnung glauben daran, daß eine geordnete, starke Gesellschaft mit moralisch einwandfrei handelnder Regierung ein besseres Leben für die Mehrheit der Menschen schaffen kann. Wenn die Gesetze befolgt werden und einer dem anderen hilft, wird diese Gesellschaft blühen und gedeihen.
Daher streben rechtschaffen gute Charaktere danach, den größten Gewinn für die Menschen zu erzielen und dabei den geringstmöglichen Schaden zu verursachen. Rechtschaffen gute Charaktere halten sich an ihr einmal gegebenes Wort.

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Neutral gut:
Diese Charaktere glauben daran, daß ein Gleichgewicht der Kräfte wichtig ist, aber daß die Bedenken gegenüber den Gesetzen und Chaotentum nicht zwangsläufig die Notwendigkeit des Guten verändern. Da das Universum groß ist und viele Wesen danach streben, dieses Ziel zu erreichen, wird eine strikte Verfolgung des Guten das Gleichgewicht nicht unterwandern, sondern vielleicht sogar erhalten. Wenn die Pflege des Guten ein organisiertes System unterstützt, dann muß dies getan werden. Wenn Gutes nur durch den Umsturz der existierenden sozialen Ordnung entsteht, so sei es... Die soziale Struktur selbst hat keinen angeborenen Wert für diese Charaktere.

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Chaotisch gut:
Chaotisch gute Charaktere sind starke Individualisten, die sich durch Freundlichkeit und Wohlwollen auszeichnen. Sie glauben an die Tugenden des Guten und Rechten, jedoch haben sie nur wenig mit Gesetzen und Richtlinien im Sinn. Sie halten nichts von Leuten, die "ihre Mitbürger drangsalieren und herum kommandieren". Ihre Handlungen werden von einem moralischen Verständnis geleitet, das allerdings wenn immer mit der übrigen Gesellschaft übereinstimmt.

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Rechtschaffen neutral:
Ordnung und Organisation sind von absolut größter Wichtigkeit für diese Charaktere. Sie glauben an eine starke, gut organisierte Regierung, egal ob es sich dabei um eine tyrannische Regierung oder eine wohlwollende Demokratie handelt. Gesetze müssen erlassen und befolgt werden. Die Vorteile von Organisation und Reglementierung überwiegen die moralischen Fragen, die durch ihre Handlungen aufgeworfen werden. Ein Eid ist verbindlich, egal welche Folgen dies haben könnte. Ein völlig unparteiischer Friedensrichter oder ein Soldat, der niemals seine Befehle in Frage stellt, sind beste Beispiele für ein rechtschaffen neutrales Verhalten.

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(Absolut) Neutral:
Absolut neutrale Charaktere glauben an das ultimative Gleichgewicht der Kräfte und sie weigern sich, Handlungen als gut öder böse zu betrachten. Absolut neutrale Charaktere geben ihr Bestes im Bezug auf gut oder böse Kräfte, Gesetz oder Chaotentum keine Partei zu ergreifen. Es ist ihre Pflicht, dafür zu sorgen, daß diese Kräfte ausgeglichen bleiben. Absolut neutrale Charaktere werden oft zu ziemlich seltsamen Zusammenschlüssen gezwungen. In den meisten Fällen schlagen sie sich auf die Seite der Verlierer. Sie wechseln auch schon mal die Seiten, wenn der vorherige Verlierer plötzlich zum Gewinner wird. Ein absolut neutraler Druide schließt sich vielleicht mit einem ansässigen Baron zusammen, um einen Stamm teuflischer Gnolle niederzuschlagen. Just in dem Moment jedoch, in dem die Gnolle sich am Rande der Vernichtung befinden, steigt er aus und schlägt sich auf die andere Seite.

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Chaotisch Neutral:
Chaotisch neutrale Charaktere glauben daran, daß es überhaupt keine Ordnung gibt und darin sind auch ihre eigenen Aktivitäten eingeschlossen. Diesem Lebensmotto folgend richten sie sich einfach nach ihrer momentanen Gemütslage. Gut oder böse spielt bei der Entscheidung keine Rolle. Der Umgang mit chaotisch neutralen Charakteren ist äußerst schwierig. Diese Charaktere sind bekannt dafür, daß sie munter und aus unerfindlichen Gründen alles, was sie besitzen, in nur einem Würfelspiel verspielen. Sie sind fast gänzlich unzuverlässig.

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Rechtschaffen böse:
Diese Charaktere glauben, daß Struktur und Organisation denjenigen Macht zuspricht, die sie verdient haben. Sie bevorzugen eine klar definierte Hierarchie zwischen Meister und Diener. Wenn jemand aufgrund eines Gesetzes, das dem rechtschaffen bösen Charakter nützt, verletzt ist oder leitet, haben sie Pech gehabt. Rechtschaffen böse Charaktere befolgen die Gesetze aus Angst vor Bestrafung oder aus Stolz über ihre Stärke. Da sie alle Verpflichtungen und Schwüre ehrenhaft einhalten, sind rechtschaffen böse Charaktere sehr vorsichtig, wenn es darum geht, jemandem ihr Wort zu geben. Wenn sie es einmal gegeben haben, so brechen sie es nur dann, wenn sie dies auf rechtlichem Weg, den Gesetzen der Gesellschaft entsprechend, tun können.

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Neutral böse:
Neutral böse Charaktere sind in erster Linie auf sich selbst und ihren eigenen Aufstieg bedacht. Sie sind einzig und allein an ihrem persönlichem Fortkommen interessiert. Wenn sie einen schnellen, einfachen Weg finden, einen Profit herauszuschlagen, sei es legal, fragwürdig oder ganz offensichtlich illegal, werden sie diese Chance nutzen. Auch wenn der neutral böse Charakter nicht die "Jeder kämpft für sich selbst"-Haltung der chaotisch bösen Charaktere einnimmt, hat er keinerlei Skrupel, seine Freunde und Kameraden für persönliche Zwecke zu hintergehen. Es ist typisch für ihn, daß er sich an Macht und Geld hält, was ihn äußerst anfällig für Bestechungen macht.

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Chaotisch böse:
Chaotisch böse Charaktere werden von ihrem Wunsch nach persönlichem Vorteil und Vergnügen motiviert. Die Starken haben das Recht, zu nehmen, was sie wollen und die Schwachen sind da, um ausgebeutet zu werden. Wenn chaotisch böse Charaktere sich zusammenschließen, sind sie nicht daran interessiert, zusammenzuarbeiten, sondern sich starken Gegnern zu widersetzen. Eine derartige Gruppe kann nur durch einen starken Anführer zusammengehalten werden, der seine Untergebenen mit Nachdruck zum Gehorsam zwingt. Da die Führung auf reiner Macht basiert, wird ein Führer bei den ersten Anzeichen von Schwäche sofort von einem anderen abgelöst, der ihm durch Einsatz jeglicher Mittel seine Macht entreißen kann.

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